VANITAS - Bilder der Vergänglichkeit

"VANITAS - Bilder der Vergänglichkeit" ist eine Darstellung von Gedichten, dabei wird sich hierbei eines Begriffes bedient, welcher in der Renaissance den Todes- und Vergänglichkeitsgedanken zum Ausdruck brachte. Und eben dies ist das Grundthema in der zirka 50minütigen Vorstellung, in welcher unter Einsatz theatralischer Mittel und durch Untermalung mit Photos und Graphiken die Gedanken im Raum belebt werden.
Die Gedichte streben nicht nach Lehren oder nach lyrischer Vollkommenheit, die Gedichte stellen einfache, oftmals wiederkehrende Gedanken einer durch Depressionen, Melancholie und einer nach Liebe suchenden Gefühlswelt dar.
Die Gedichte von Liebe, Tod und innig zärtlicher Düsternis verbreiten oft einen pessimistischen Charakter, welcher aber für den Künstler eher Realismus bedeutet, Realismus einer Welt, in der Elia gezwungen ist zu leben, ohne welche er aber nicht leben kann. Zum Inhalt bringt das folgende Zitat des Künstlers in der Publikumsinformation zu „Vanitas“ eigentlich alles auf einen Punkt: „Wir alle sind vergänglich, und mit dem Sterben ändert sich die Einheit an der wir unser bisheriges Leben gemessen haben. Durch die frühzeitige Erfahrung und durch den besonnenen Umgang mit dem Tod können wir uns ein neues Bewusstsein zum Sterben und, damit verbunden, auch ein neues Bewusstsein zum besseren Leben schaffen. Materielle Dinge verfallen zur Unwichtigkeit und unser Denken und Fühlen wird intensiver, wir sehen die Welt mit der Verinnerlichung der Erkenntnis um unsere eigene Vergänglichkeit mit anderen Augen.“
Es ist keine Lesung mit „Happy End“. Mit stellenweise schockierender und brutaler Offenheit wird hier eine Welt dargestellt, diese zu verlassen dem Künstler glücklicherweise gelungen ist, denn der Ausgang des Bühnenstückes „Vanitas“ hätte durchaus die Realität sein können.


Lesungsplakat der Vanitas-Lesung